Beutzener Weg





NABU – Fotoausstellung „Fast weg … Insekten!“

Dramatisches Insektensterben in Deutschland

Der NABU warnt vor einem neuartigen Insektensterben mit bislang unbekannten Folgen
in Deutschland. In einigen Gebieten ist in den vergangenen 15 Jahren die Biomasse
der Fluginsekten um bis zu 80 Prozent zurückgegangen.
Ohne Fluginsekten gerät die gesamte Nahrungskette in Gefahr, weil dann natürliche
Bestäuber für Blumen und Bäume fehlen. Schwalben und Mauersegler
verlieren ihre Nahrungsgrundlage.
Mit der bundesweiten Kampagne „Fast weg …" will der NABU auf das
Artensterben aufmerksam machen und dazu auffordern, selbst aktiv zu werden.
Gärten sollten insektenfreundlich angelegt sein, in unserer Kulturlandschaft fehlen
Blühstreifen und Hecken und Knicks sind viel zu selten in der Feldmark anzutreffen.

Der Hobbyfotograf Jürgen Eggers konnte in den letzten Jahren
– auch hier stark abnehmend – einige Insekten und Spinnentiere ablichten.

Vom 6. bis 27. August präsentiert der NABU Hermannsburg/Faßberg die
Ausstellung nur an Sonntagen von 14:00 bis 17:00 Uhr im „Haus der Natur“.

Dukatenfalter



Das "Haus der Natur" ist geöffnet

Der Naturschutzbund (NABU) Hermannsburg/Faßberg öffnet wieder
jeden Sonntag, in der Regel von 14:00 bis 17:00 Uhr, sein "Haus der Natur" in
Oldendorf, Beutzener Weg.
Als erstes wird in einer Präsentation von Ron Livingston,
der Waldkauz (Strix aluco), der Vogel des Jahres 2017,
gezeigt. Der Eintritt ist frei.
Außerdem sind in dem "Haus der Natur" in der Dauerausstellung teils seltene
Tierpräparate, ein Waldbiotop und eine Heidelandschaft zu sehen.
Ein Fotoalbum zeigt die heimische Flora und Fauna.
Bücher und Prospektmaterial liegen zum Teil kostenlos bereit.
Nistkästen für verschiedene Vogelarten können günstig erworben werden.
Alle Aktivitäten, Projekte und Termine der NABU Gruppe Hermannsburg/Faßberg
und viel Wissenswertes zum Naturschutz findet man auf der Webseite:

http://www.nabu-hermannsburg-fassberg.de/





In der diesjährigen Mitgliederversammlung des Naturschutzbundes (NABU)
Hermannsburg/Faßberg wurde Klaus Zirke für seine unermüdliche Arbeit geehrt.
Zirke trat im September 1994 in den NABU ein und arbeitete von Anfang
an ehrenamtlich sehr aktiv im Verein mit. Seit 2014 war er auch im
Vorstand der Ortsgruppe als Obmann tätig. Insbesondere betreute
er das NABU-Information-Haus "Haus der Natur" in Oldendorf.
Hier war er zuständig für die Betreuung, Versorgung und Instandhaltung.
Außerdem organisierte er den Aufbau der Amphibienzäune und half auch
selbst tatkräftig mit. Bei der Bekämpfung von Neophyten, dem Reinigen
der Nistkästen, der Betreuung der Korkensammelstelle u.v.a. half er mit.
Für seine unermüdliche Arbeit erhielt er im März 2011 vom
NABU-Landesverband die "Ehrennadel in Silber".
Jetzt mit 80 Jahren gab er das Amt aus Alters- und körperlichen
Gründen ab. Er wird sich aber nicht ganz zurückziehen, sondern bleibt
dem Verein mit seinem Rat immer immer noch verbunden.
Als Dank für seine 22-jährige ehrenamtliche Naturschutzarbeit
in der Ortsgruppe überreichte ihm das NABU-Vorstandsmitglied
Ron Livingston während der Mitgliederversammlung einen Gutschein.




NABU bekämpft die invasiven Neophyten

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) Gruppe Hermannsburg/Faßberg hat sich die
Bekämpfung der invasiven (=eindringende) Neophyten vorgenommen.
An erster Stelle steht hierbei, wegen seiner Gefährlichkeit, der Riesen-Bärenklau
(auch Herkulesstaude). Der Riesen-Bärenklau stammt ursprünglich aus dem Kaukasus.
Die Staude erreicht oft innerhalb weniger Wochen eine Wuchshöhe von bis zu vier Metern.
Aufgrund der hohen Zahl von Samen (bis zu 50.000) breitet sich die Pflanze schnell stark aus.
Seit den 1980er-Jahren geschieht dieses vermehrt auch in Norddeutschland.
Für den Menschen ist der Riesen-Bärenklau gefährlich, da sein Saft giftige Substanzen
(Furancumarine) enthält. Bereits bloße Berührungen in Verbindung mit Sonnenlicht können
bei Menschen zu schmerzhaften Quaddeln und schwer heilenden Verbrennungserscheinungen
führen. Durch das Gift der Pflanze verliert die Haut ihren natürlichen UV-Schutz.
Besonders Kinder sind stark gefährdet und sollten von dieser Pflanze ferngehalten werden.
Vor der Ausreifung des Samens wird die Fruchtdolde von den NABU-Mitgliedern
abgehackt, eingesackt und über den Restmüll entsorgt. Nach der Blüte stirbt die Pflanze ab,
sodass der Bestand verschwindet, wenn er keine Samen ausbringen kann.
Der Samen behält seine Keimfähigkeit 7 Jahre, sodass eine laufende Nachkontrolle
unbedingt notwendig ist. Wegen der Gefährlichkeit der Pflanze sollte bei der
Vernichtung mit äußerster Vorsicht vorgegangen werden.
Eine weitere Herausforderung ist das Drüsige (auch Indische) Springkraut.
Dieses breitet sich an der Örtze und ihren Nebenbächen stark aus.
Der Springkraut-Samen ist schwimmfähig und kann sich mit dem Wasser über weite
Entfernungen verbreiten und große Flächen sehr schnell besiedeln. Durch das
flächendeckende Auftreten verdrängt das Kraut die einheimische Vegetation, die
eine natürliche Ufersicherung darstellt. Die Bekämpfung ist, anders als bei dem
Riesen-Bärenklau, recht einfach. Die Pflanze lässt sich mit der Wurzel leicht herausziehen.
Nach 2 Jahren Bekämpfung sind die Bestände meistens verschwunden.
Der dritte Neophyt, der bekämpft wird ist der Japanische Staudenknöterich,
der sich rasant immer weiter ausbreitet und die einheimische Flora verdrängt.
Er wurde im 19. Jahrhundert als Zier- und Deckungspflanze und zur Böschungsbegrünung
eingeführt. Die Bekämpfung ist sehr schwierig, da er ein ausdauerndes unterirdisches
Wurzelgeflecht besitzt, über welches er sich verbreitet. Die Bestände müssen direkt
von Anfang an bekämpft werden. Alle Triebe müssen konsequent herausgerissen werden.
Ansonsten ist eine regelmäßige Mahd alle 3 bis 4 Wochen notwendig.
Dadurch werden die Bestände über die Jahre immer mehr zurückgedrängt.



NABU-Vorstand Ronald Livingston bekämpft den Riesen-Bärenklau

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  • Aufbau eines Schwalbenhauses

    Die Schwalben gelten als Symbolvögel des Sommers und erfahren in der Bevölkerung große Sympathie und Aufmerksamkeit. Sie sind aber in ganz Deutschland und insbesondere in Niedersachsen in den vergangenen Jahrzehnten immer seltener geworden. Der Rückgang liegt vor allem an der Beeinträchtigung ihrer Lebensräume. Wege, Höfe und Plätze werden versiegelt. Grünland wird in intensiv genutzte Ackerflächen umgewandelt. Moderne Fassadenbauweise und Hygienevorschriften in der Landwirtschaft machen den Mehl- und Rauchschwalben das Leben schwer. Hausbesitzer dulden aus Angst vor Verschmutzung oft nicht den Nestbau.

    Der Naturschutzbund (NABU) unternimmt konkrete Maßnahmen um auf die Gefährdung und Schutzbedürftigkeit der Schwalben aufmerksam zu machen, das Wissen über Schwalben zu verbessern, die Akzeptanz von Schwalbenkolonien zu steigern und deren Bestandssicherung zu unterstützen.

    Nach langer intensiver Vorarbeit, insbesondere von Ronald Livingston, konnte der Naturschutzbund (NABU) Gruppe Hermannsburg/Faßberg jetzt im Örtzepark in Hermannsburg ein Schwalbenhaus errichten. Für dieses Jahr kommt es natürlich zu spät, um den Schwalben noch eine Nistmöglichkeit zu bieten. Durch die notwendig gewordene Baugenehmigung verzögerte sich der Aufbau leider. Eigentlich war vom NABU geplant, das Schwalbenhaus bereits im Frühjahr auf zu stellen.
    Das Haus wurde von Dipl.-Ing. agr. Oliver Wegener (Firma AGROFOR) aus Wettenberg (Hessen) gebaut, angeliefert und mit Hilfe eines Krans des Dachdeckers Stelter aus Müden aufgestellt. Etwa 170 Stück dieser Art wurden von der Firma bereits hergestellt, davon allein in diesem Jahr über 30. Es steht auf einem fünf Meter hohen Stahlmast. Die zwei Ebenen des Hausdaches enthalten insgesamt 42 Kunstnester für Mehlschwalben. Die Nester sind herausziehbar konstruiert, damit sie leichter gereinigt werden können. Dazwischen sind Einfluglöcher für Spatzen, Meisen, Kleiber, Trauerschnäpper oder andere Höhlenbrüter.
    Der Hohlraum unter der Dachkonstruktion bietet Fledermäusen ein Sommerquartier. Hier können sie nisten und ihre Jungen großziehen.

    Eine Schulklasse der Hermann-Billung-Grundschule Hermannsburg mit ihrer Klassenlehrerin Frau Böcker wird die Patenschaft über das Haus übernehmen. Die Schulkinder waren auch beim Aufbau dabei, und schauten ganz interessiert zu. Oliver Wegener konnte ihnen dabei gleich die Lebensweise der Schwalben und Fledermäuse erläutern.
    Die NABU-Gruppe Hermannsburg/Faßberg widmet dieses Schwalbenhaus ihrem im Oktober 2011 verstorbenen Mitglied Hartmut Pabst, der durch sein umfangreiches Wissen im Bereich der Ornithologie und Botanik der NABU-Ortsgruppe ein unentbehrlicher Helfer war. Erst durch einen großzügigen Beitrag aus seinem Nachlass war der Bau dieses Hauses möglich.


    Auf dem Bild:
    Ronald Livingston, Vorstand vom NABU
    Hermannsburg/Faßberg,
    ein Teil der Schulklasse der Hermann-Billung-Schule
    Hermannsburg mit Frau Böcker als Klassenlehrerin
    und zwei weiteren Lehrerinnen der Schule,
    auf der Leiter Oliver Wegener.
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  • Lebensraum Moor -- ein bedrohtes Ökosystem


    Seltene Tier- und Pflanzenarten sind im Lebensraum Moor zu Hause.
    Doch auch für uns Menschen sind die Feuchtlandschaften unschätzbar wertvoll.
    Als gigantische Wasserspeicher wirken Moore in der Landschaft
    wie ein Schwamm und schützen dadurch bei Hochwasser vor Überflutungen.
    Da sie zugleich im Wasser gelöste Schadstoffe binden, haben
    sie eine wichtige Filter-Funktion, und auch im Klimaschutz spielen
    Moore als Kohlenstoffspeicher eine Schlüsselrolle.

    Obwohl heute viele Moore unter Schutz stehen, belasten Umwelteinflüsse
    die Ökosysteme stark. Nur rund fünf Prozent der deutschen
    Moore sind heute noch intakt oder naturnah, und der dramatische
    Moorschwund hält weiter an. Bis heute werden Moore zerstört,
    um den Torf für Blumenerde zu verarbeiten. Um unsere letzten
    Moore zu erhalten, bleibt noch viel zu tun. Doch schon kleine
    Aktionen können viel bewirken.

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  • "Insektenhotel Heinrich Lange“ beim NABU in Oldendorf

    Ein langgehegter Wunsch konnte kürzlich in die Tat umgesetzt werden: Die NABU Ortsgruppe Hermannsburg/Faßberg e.V.
    baute beim Haus der Natur in Oldendorf eine große Insektennistwand auf.
    Zu Ehren ihres verstorbenen langjährigen Vorsitzenden Heinrich Lange wurde sie nach ihm „Insektenhotel Heinrich Lange“ benannt.
    Eine Spende der Sparkasse Celle und die Kondolenzspenden anlässlich der Bestattung von Heinrich Lange machten in
    Verbindung mit vielen Eigenleistungen dieses Projekt möglich. (11) Warum ein Insektenhotel?
    Durch intensive Landwirtschaft, Monokultur, Schädlingsbekämpfung, wenig Todholz, glatte Hausfassaden
    und Dezimierung vieler Wildblumenarten und Wildkräuter haben es die Insekten schwer, sich zu behaupten.
    Um ihnen zusätzliche Nistmöglichkeiten anzubieten, stellt man schon vielerorts „Insektenhotels“ auf.
    Insekten sind wichtig für die Bestäubung und biologische Schädlingsbekämpfung und somit ein Bindeglied im
    Gleichgewicht der Natur. Für Fundament, Fachwerk sowie Dach und Verschalung waren Eckhard Plaatje und
    Horst Milles zuständig, (1, 2, 3, 4, 7) unterstützt von Gerd Huwe, Klaus Eichhorn und Klaus Zirke.
    Beim Aufstellen der Gefache hat Hermann Tödter geholfen (5, 6) Die noch handgestrichenen Dachziegel stiftete
    Dachdecker Knoop aus Hermannsburg. Den Ausbau der Gefache haben Inge Habenicht, Hans-Jürgen Huber,
    Gerd Huwe, Klaus Eichhorn, Karin Jastrow, Waldow Hölting und Dieter Schott nach eigenen Ideen gestaltet.(8)
    Die vielen Bohrungen in den Baumscheiben weisen Durchmesser von 1 mm bis 10 mm auf.
    Die ersten Wildbienen waren schon nach einer Woche eingezogen. (9) Im mittleren Teil des Fachwerks
    sind Schautüren mit eingebauten Plastikröhrchen von unterschiedlichen Durchmessern angebracht, um den
    Besuchern das Nistverhalten der Insekten zu veranschaulichen. Die Eichentüren dafür wurden von
    Tischler Dieter Schulze gespendet. Unter- und Oberbau des Insektenhotels soll Kleintieren wie Käfern,
    Spinnen, Amphibien und Igel Unterschlupf gewähren. Auch für Fledermäuse ist im Dach gesorgt.
    Zur offizielle Übergabe der Zuwendungen aus dem Reinertrag der Lotterie Sparen+Gewinnen
    der Sparkasse Celle, bei der auch die NABU-Gruppe einen Scheck über 500,- € für das Insektenhotel bekam,
    war auch Heinrich Lange jun. mit seiner Frau gekommen. Er freute sich über dieses schöne Zeichen des
    Gedenkens an seinen Vater, das ganz in dessen Sinn sei. (10)
    Heinrich Lange sagte immer: „Naturschutz fängt vor der Haustür an.“

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  • NABU Hermannsburg/Faßberg

    Der Naturschutzbund in Hermannsburg, Faßberg und Müden/Örtze stellt sich vor!

    Der Naturschutzbund Deutschland ( NABU ) wurde vor über 100 Jahren als "Bund für
    Vogelschutz" gegründet. Der Verband hatte ursprünglich seinen Schwerpunkt auf
    die Erhaltung der Vogelwelt gerichtet, aber schon in den 20er Jahren erkannt, dass
    Artenschutz allein auf Dauer wirkungslos bleiben muss. Seitdem machen wir uns
    stark für einen umfassenden Natur- und Umweltschutz.

    Heute engagieren sich bundesweit über 350.000 Mitglieder im Naturschutzbund Deutschland.
    Mit über 46.000 Mitgliedern ist der NABU in Niedersachsen als mitgliederstärkster
    Natur- und Umweltschutzverband flächendeckend vertreten. Im Landkreis Celle
    arbeiten wir in zehn Ortsgruppen mit einer Gesamtzahl von 1300 Mitgliedern an dem
    Erhalt der Natur und Umwelt.

    Durch unseren steten Mitgliederzuwachs ist es uns gelungen, große Projekte wie die
    Naturschutzakademie Gut Sunder zu betreiben, Naturparks im Harz oder
    Jasmund auf der Insel Rügen zu unterstützen oder einfach nur durch den Kauf
    schützenswerter Flächen die Natur zu bewahren.

    In der Ortsgruppe Hermannsburg, mit ihren inzwischen ca. 360 Mitgliedern, nimmt die
    Umweltinformation einen großen Stellenwert ein, denn nur wer die Zusammenhänge
    in der Natur begreift, kann Natur und Umwelt achten und schützen.Wir betreuen auch
    eigene Flächen zur Schaffung neuer Lebensräume oder zur Sicherung vorhandener aber
    gefährdeter Lebensräume für bedrohte Tierarten.
    Wir begleiten Projekte Hermannsburger und Faßberger Schulen und Kindergärten und
    beteiligen uns mit einem eigenen Programm an den sogenannten Ferienpass-Aktionen
    der Gemeinde Hermannsburg. Wir stellen Nistkästen zur Verfügung, die soweit nötig von
    uns weiter betreut werden, oder sorgen mit der Aufstellung von Krötenzäunen dafür,
    dass es unter den Kröten, Fröschen und anderen Lurchen zu keinen Verlusten durch
    den Straßenverkehr kommt.

    Nachdem Sie das jetzt alles gelesen haben, stellen Sie sich wahrscheinlich die Frage:

    WAS KANN ICH TUN ???

    Nun, Sie können uns unterstützen indem Sie einfach "nur" Mitglied im Naturschutzbund
    Deutschland werden oder vielleicht sogar soweit gehen wollen, uns aktiv zur Seite zu
    stehen bei unseren Aktionen und Projekten.

    ....dafür erhalten Sie:

    - Viermal jährlich das Journal "Naturschutz heute" mit Informationen über NABU-Projekte
      und Veranstaltungen, Reportagen und Berichte rund um den Natur- und Umweltschutz.
    - Zweimal jährlich unseren Rundbrief für den Kreis Celle mit aktuellen Terminen,
      Exkursionsberichten und vielem mehr.
    - die Gewissheit die Natur und Umwelt im Großen und vor Ort zu unterstützen.

    ....übrigens!

    Wir sind als gemeinnützig anerkannt, was für Sie zur Folge hat, dass Ihre Mitgliedsbeiträge
    und Spenden steuerlich absetzbar sind.Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben,
    unterstützen Sie uns vor Ort. Werden Sie Mitglied oder helfen Sie uns bei unserem
    Einsatz für die Natur.

    Adressen:
    z.Zt. Vorstand
    Obmann für Hermannsburg
    Willy Braune, Tel: 05055-8945
    Obmann für Faßberg

    NABU
    OG Hermannsburg/Faßberg e. V.
    Heideweg 11
    29320 Hermannsburg
    www.nabu-hermannsburg-fassberg.de

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    Das erneuerte Erich-Eickenrodt-Haus und der NABU in Oldendorf


    Das Erich-Eickenrodt Haus (EEH) liegt idyllisch an der Örtze (als FFH-Gebiet angemeldet) am Ortsrand von Oldendorf, einem Ortsteil von Hermannsburg.
    Der Ort Hermannsburg gehört zum nördlichen Landkreis Celle.
    Ungefähr 1,5 km entfernt vom Erich-Eickenrodt Haus, welches in Haus der Natur umbenannt wurde, liegt das unter Naturschutz stehende Bornrieth Moor,
    jetzt auch FFH-Gebiet. Das EEH, jetzt Haus der Natur, wurde in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverein Oldendorf und der Gemeinde Hermannsburg
    1983 durch den ehemaligen Bund für Vogelschutz und heutigen NABU (Naturschutzbund Deutschland), Kreisgruppe Celle eingerichtet.
    Das Gebäude wurde 1945 zunächst als Behelfsheim erbaut und war bis 1982 ständig bewohnt. Zu dem Haus gehört eine große Außenfläche. Diese beinhaltet
    unter anderem eine 0,75ha große ehemalige Kieskuhle mit ca. 300qm großem Teich, der im Sommer je nach Witterung zur Hälfte trocken fällt.
    Es kommen dort Grasfrösche, Moorfrösche, Kröten, Berg- und Teichmolche und Libellen verschiedener Arten vor. Am Ufer der Kieskuhle sind provisorisch
    Steilwände vorhanden, die für die Wiederansiedlung des Eisvogels hergerichtet werden können. In diesem Biotop sind 78 Gefäßpflanzen und 11 Gräser,
    die teils als gefährdet gelten. Die vorhandenen Pflanzen wurden erstmals im September 1988 von der Arbeitsgruppe Botanik des NABU
    Kreisverbandes Celle kartiert. Ergänzt wurde die Kartierung im Juli 1998.Ferner befindet sich dort ein ausgeschilderter Waldlehrpfad,
    der leicht ca. 100 Stationen aufweisen kann, die zur Zeit wieder vollständig beschildert ist.
    An der Vorderseite des Hauses der Natur haben wir bereits vor 8 Jahren einen Kräutergarten mit 40 verschiedenen Kräutern angelegt.
    Das Haus selbst hat fünf Räume und eine Gesamtgröße von 80 Quadratmetern. Vor dem Gebäude wurde vor zwei Jahren aus Eigenmitteln ein großer
    Schaukasten errichtet, in dem regelmäßig auf Veranstaltungen hingewiesen, aktuelle Zeitungsausschnitte aus der Region vorgestellt und die aktuellen
    Kampagnen des NABU dargestellt werden. Im Sommer finden dort normalerweise regelmäßig Aktionen statt. Vom Sommerfest über die Ferienpaß-Aktion
    für die Kinder, Besuche von Schulklassen und Kindergärten, kleineren Ausstellungen gibt es eine Reihe verschiedender Aktivitäten.
    Wegen des Umbaus waren für 2001 nur wenige Aktionen möglich. Heute stellt sich das Haus grundrenoviert dar. Neue Fenster, Toilettenräume
    und eine neue Heizungsanlage wurden eingebaut. Das Dach, die Wände, die Innenräume und die Aussenanlagen konnten überwiegend in
    Eigenleistungen saniert bzw. angelegt werden. Der Dank gilt allen freiwilligen Helfern, den Spendern von Geld und Baumaterial sowie der
    Institution "Bingo-Lotto", die diese Renovierung unterstützt haben.

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  • NABU-Maßnahmen gegen die Spätblühende Traubenkirsche

    Der NABU Hermannsburg/Faßberg hat im Rahmen einer Projektgruppe des "Kulturraum
    Oberes Örtzetal" auch in diesem Spätsommer in Oldendorf rund um's Haus der Natur
    wieder Maßnahmen gegen die Vermehrung und Ausbreitung der Spätblühenden
    Traubenkirsche durchgeführt.
    Die Späte Traubenkirsche ist ein Baum aus Nordamerika, der vor gut 30 Jahren vor
    allem als Brandschutz bei uns eingeführt wurde. Sie gehört zu den wenigen Neophyten,
    die eine Bedrohung für die biologische Vielfalt darstellen, denn sie unterdrückt mit ihrem
    dichten Laub alle anderen Pflanzen ihrer Umgebung. Von der Tierwelt, bis auf einige Vögel,
    wird sie weder als Futterpflanze noch als Wohnraum angenommen.
    Deshalb gehen wir in besonders gefährdeten Gebieten gegen sie vor.
    Ab Mitte Juli: Kleine Pflanzen ziehen wir raus. Größere schneiden wir in mind. 1 m Höhe
    (das macht die Nacharbeit leichter) ab und nehmen auch alle verbleibenden Zweige weg.
    Die Spätblühende Traubenkirsche treibt vorwiegend oben wieder aus. Vier bis fünf Jahre
    lang muss regelmäßig der Austrieb abgeschnitten werden. Die Samen bleiben noch viele
    Jahre keimfähig.
    Schwierig wird es, wenn die Traubenkirschen schon am Boden abgeschnitten wurden und
    dann buschig wieder ausgetrieben sind. Da muss man bis auf einige starke senkrechte Triebe
    alles unten wegschneiden und auch diese Triebe entblättern. Und immer wieder jährlich
    1-2 x nacharbeiten!
    Und noch ein Tipp eines Dendrologen: Einzelne Bäume, auch sehr große, dicht über der
    Erde absägen, den Stumpf mit mindestens 1 m² großer dicker Pappe oder schwarzer
    Folie abdecken, die ganze Fläche dick bedecken (Schreddergut, Zweige kleingeschnitten o.ä.)
    Die austreibenden Zweige erhalten so kein Licht und geben auf.
    Das ist dann eine einmalige Aktion.
    Erste Erfolge sind in Oldendorf schon sichtbar (Foto). Mehrere kleinere Bäume sind nicht
    wieder ausgetrieben. Auch ist inzwischen der Arbeitsaufwandwand geringer, weil nur noch
    der Nachtrieb abgeschnitten werden muss.
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